Ansprache beim Jugendevent am Freitag, den 28.09.2001: "Warum Jesus?"
(von Pfarrer Opitz)



1. Teil

Warum Jesus? Warum soll dieser Mensch, der vor 2000 Jahren geboren wurde für uns Menschen des 21. Jahrhunderts noch von Bedeutung sein? Längst sind die Zeiten vorbei, in denen die Mehrheit in unserem Land glaubt, das Christentum hätte alleine recht. Für die allermeisten Menschen heißt Glauben nichts wissen oder nichts Genaues wissen. Deshalb meinen sie: Jeder kann glauben, was er will. Typisch für viele ist die Äußerung eines Jugendlichen: "Ich glaube an mich selbst, ich glaube, daß alle Religionen wahr und unwahr sind und sich jeder seine eigene Religion zusammenzimmern muß."
     Und diese Religion kann nun ganz verschieden aussehen. Musik spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Popkultur trägt zweifellos religiöse Züge. Rockstars werden angebetet. Sie tun das Ihre dazu, indem sie ihre Konzerte als überdimensionale Gottesdienste feiern. Dank MTV oder Viva sind sie immer und überall gegenwärtig. Die Lieder der Rockgrößen spiegeln die Sehnsucht nach Erlösung und der Suche nach dem Heiligen wider. Madonna gilt vielen Rockfans als Göttin, Kurt Cobain als Hoherpriester, Michael Jackson als Außerirdischer. Noel Gallagher von der Gruppe "Oasis" sagte nach der Veröffentlichung eines neuen Labels: "Nun sind wir bedeutsamer als Gott." Prince bezeichnete sich selbst als neuen Messias. Bei einem Treffen mit Michael Jackson ruft ein Mädchen aus: "Das ist heiliger Boden!" Ein anderer Fan behält einen Fetzen seines Schweißtuches, das er ins Publikum geworfen hat, als einen heiligen Gegenstand. Die neue Religiosität hat viele Formen. Auch der alte Okkultismus ist wieder in. Jugendzeitschriften informieren über Pendeln und Kartenlegen. T-Shirts mit Totenköpfen und umgedrehten Kreuzen sind der Schlager. Auch in vielen Fernsehsendungen wie Akte X, Sabrina oder Buffy ist das Übersinnliche Thema Nr. 1. Viele Jugendliche beten ihre Fußballgötter an. Oder sie hungern nach dem ultimativem Kick bei Schaum - Parties, Techno, Ecstasy oder irgendwelchen anderen Pillen. Und Jesus? Der steht irgendwo ganz am Rand. Bei den englischen Jugendlichen ist Robbie Williams zur Zeit bekannter als Jesus.
     Der erfolgreichste Film aller Zeiten war "Titanic", der Kultfilm des Jahres 1998. Der Regisseur James Cameron meinte: Das Schiff Titanic spiegelt auch unsere Welt wieder. Der moderne Mensch will ein Titan sein, ein Superman. Wir lieben es groß, XXL. Wir haben alles im Griff. Alle reden uns ein, daß unser Leben unsinkbar sei. Wir feiern unsere Feste, unbeschwert und naiv. Gott oder gar Jesus Christus haben wir vergessen. Wir kommen eigentlich ganz gut ohne ihn aus. Und dann geschieht das Unfaßbare. Unser Schiff sinkt. Plötzlich wirst du krank oder arbeitslos oder verlierst einen lieben Menschen. Plötzlich ist innerhalb einer Stunde das World Trade Center Schutt und Asche. Das Symbol für Macht und Reichtum der westlichen Welt wie ausradiert. Wir gehen unter und dabei spielt noch unsere Bordkapelle. Aus Supermenschen werden plötzlich Schiffbrüchige. Das Wasser steht uns bis zum Hals und die Angst kommt hoch. Unsere Lebensträume zerplatzen wie Seifenblasen. Und dann liegen wir im Wasser, verloren klammern wir uns noch an irgendeine Planke, die modernen Götzen von heute. Doch sie lassen einen irgendwann im Stich.
     Ein Jugendlicher klagte nach dem Tod seines Idols River Phoenix: "Das Leben ist jetzt so sinnlos!" Der Glanz der größten Stars verblaßt irgendwann. Und wenn es dir dreckig geht, hilft dir auch kein Megastar. Nach dem Drogen- oder Sexrausch oder dem ultimativen Kick spüren viele eine tiefe innere Leere.
     Das letzte Lied der Bordkapelle der Titanic war das Lied: "Näher mein Gott zu dir." Ja, das brauchen wir, wenn alle Götzen untergegangen sind und uns nicht mehr helfen können: wirkliche Nähe zu Gott. Nach dem Bombenanschlag in New York suchten viele Menschen wieder den Beistand Gottes. Wir brauchen Gottes Nähe in unserem Leben, in unserem Alltag, auch dann wenn wir nicht gut drauf sind, auch wenn wir Angst vor der Zukunft haben. Gerade dann! Und gerade das, diese Nähe, kann dir Jesus geben!
     Gott nahe kommen, kannst du nur, wenn du dir selbst ganz ehrlich gegenüber wirst. Dazu kann dir Jesus auch verhelfen. Viele Jugendliche haben wie gesagt ihre Idole. Aber fast die Hälfte hat keine Vorbilder mehr. Und doch bleibt die Sehnsucht nach Echtheit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit. Bei Jesus finden wir dieses Echte, Unverfälschte. Denn er war mehr als ein Mensch. Er war der Sohn Gottes, nicht der Sohn von Joseph. - Das war übrigens der Fehler auf dem Video. - Jesus verstellte sich nicht, spielte keine Rolle. Es ging ihm um die Wahrheit. Ja, er war die Wahrheit, die Wahrheit Gottes. Es ging ihm auch darum, daß Menschen, denen er begegnete, selber ganz wahr und echt wurden.
     Jesus hat wie selten ein Mensch anderen die Wahrheit gesagt. Wenn er etwas anprangerte, dann war es die Unehrlichkeit, vor allen Dingen die fromme Heuchelei. Er durchschaute sie, die Pharisäer und Schriftgelehrten, die nach außen ein frommes Bild abgaben, aber in ihrem Inneren sah es ganz anders aus. Es ging ihnen nur um sich selbst und nicht um Gott, sagte Jesus ihnen ins Gesicht. Deshalb haßten sie ihn und sorgten dafür, daß er ans Kreuz kam.
     Jesus durchschaut sie alle, die frommen Typen wie de coolen Typen, die ihr Leben scheinbar im Griff haben. Hinter der Maske de Selbstsicherheit sieht er den Wirrwarr von Gefühlen, hinter der glatten Fassade den ganzen Schmutz und Dreck eines Lebens. Diesem Jesus konnte keiner etwas vormachen, auch du kannst es nicht. Er nannte das beim Namen, was wir so gerne verniedlichen und verharmlosen: Begehrliche Blicke nannte er Ehebruch, einen anderen dumm anreden Totschlag mit Worten. Das Äußere hat ihn nicht beeindruckt. Ihm kam es aufs Innere an. Es ist schockierend, was er dazu zu sagen hat: "Aus dem Inneren, aus dem Herzen der Menschen, kommen all die bösen Gedanken wie: Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Betrügerei, Begehrlichkeit, Neid, Verleumdung, Überheblichkeit und Leichtsinn. Dies kommt von innen heraus, und das ist es auch, was die Menschen von Gott trennt." (Markus 7,21ff)
     Harmlos ist das also alles nicht, was Jesus hier aufzählt. Es trennt uns von Gott. Es kostet dich die Nähe Gottes, jetzt in diesem Leben und auch nach dem Tod. Jesus redet hier von Sünde. Im Wort "Sünde" steckt das Wort "sich absondern" drin. Wer Sünde tut, sondert sich von Gott ab und auch von seinem Mitmenschen. Gott ist ihm nicht nahe. Er spürt nur seine eigene Nähe, die Einsamkeit.
     Es gab, wie gesagt Menschen, die regten sich über solche Sätze auf. Solche Menschen gibt es bis auf den heutigen Tag. Es ist die Wahrheit, die sie trifft, und die sie nicht hören wollen.
     Doch es gab und gibt auch andere Menschen. Sie ließen sich die Wahrheit von Jesus sagen. Sie waren nicht besser wie die anderen, ganz im Gegenteil. Es war ein Betrüger wie der Zöllner Zachäus dabei, eine Frau, die ihren Mann betrogen hat, ein Großmaul wie Petrus. Auch ich gehöre dazu und viele andere Christen, die ich kenne. Sie lehnten sich nicht gegen die Wahrheit, die sie von Jesus zu hören bekamen, auf. Sondern sie merkten: In seinen Worten begegnet mir Gott selbst. Das war eine erschreckende und schmerzliche Erkenntnis. Ich weiß es selbst aus eigener Erfahrung. Aber diese Wahrheit machte sie nicht fertig. Sondern sie erlebten das, was Jesus einmal sagte: "Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien!" (Johannes 8,32) Und heute bist du dran. Es geht um dich, wie du mit dieser Wahrheit umgehst. Spielst du den Coolen oder den Empörten, oder läßt du dich auf diese Wahrheit ein? Wenn du es tust. Bereuen wirst du es nicht. Das kann ich dir versprechen!

2. Teil

Die Wahrheit, die Jesus über uns Menschen sagt, wird uns nicht fertigmachen sondern befreien. Denn Jesus ist nicht nur unbestechliche Wahrheit, er ist auch unbeirrbare Liebe. Er vergleicht sich einmal mit einem Arzt, der zwar sieht, wie krank sein Patient ist, aber ihn wieder gesund macht. An anderer Stelle spricht er von sich als dem guten Hirten, der für seine verirrten Schafe da ist.
     Ein Deutscher sah einmal bei einer Indienreise in einer Halle die Bilder der vier großen Religionsstifter: Buddha, Mohammed, Zarathustra und Jesus. Der Inder, der ihn führte, fragte ihn beim Anblick dieser Bilder: "Sehen Sie den großen Unterschied?" Drei dieser Religionsstifter waren in tiefes Nachdenken versunken dargestellt. Das Bild Jesu zeigte ihn als den guten Hirten, der sich über ein Gestrüpp beugt, um ein Schaf zu befreien, das sich verfangen hat. Der Inder sagte ihm: "Sehen Sie, der einzige, der nicht mit sich beschäftigt ist und nicht an sich denkt."
     So war Jesus und so ist er heute noch. Er ist für andre da, um ihnen zu helfen, sie gesund zu machen und zu trösten und vor allen Dingen, um ihnen ihre Schuld zu vergeben.
     Vergebung der Sünden, eigentlich ist dies unmöglich, denn was geschehen ist, ist geschehen und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Aber Jesus hat alles getan, damit dies Unmögliche doch möglich wird.
     Er hat sogar sein Leben dafür eingesetzt. Schauen wir uns an, wie er starb! Unschuldig mußte er sterben. Doch sein Herz war nicht voller Bitterkeit und Haß gegen seine Feinde. Als man ihm die Nägel durch seine Hände und Füße getrieben hatte, schrie er nicht auf vor Wut sondern da betete er für seine Mörder: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"
     Dann schreit Jesus seine tiefsten Schmerz heraus: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Es ist kein Zweifel, dem Jesus Ausdruck verleiht. Gott hat ihn tatsächlich verlassen - anstelle von uns! Sünde trennt ja von Gott! Aber nun hat Jesus für uns diese Gottverlassenheit, die wir verdient haben, am Kreuz durchgemacht. Jesus war dort am Kreuz in der Hölle, anstelle von uns!
     Und betrachten wir schließlich das Ende seines Sterbens. Es ist das eines Königs, eines Siegers. Triumphierend ruft er: "Es ist vollbracht!" Er hat es geschafft, daß keiner wegen seiner Sünde von Gott getrennt sein muß. Er braucht es nur zu glauben, daß Jesus auch für ihn am Kreuz gestorben ist.
     Ein ehemaliger Hinduguru Rabindranath Maharaj hat diese befreiende Liebe Jesu erfahren. Bei einem Vortrag in der Uni Bayreuth erzählte er davon. Als Hindu meditierte er oft und hatte dabei auch tiefe religiöse Erlebnisse. Doch er schaffte es nicht, mit seinen eigentlichen Problemen fertig zu werden. So konnte er sich nicht das Rauchen abgewöhnen, obwohl er sich immer wieder vornahm. Trotz seiner guten Vorsätze dauerte es nie lang, bis er wieder einmal einen Wutanfall bekam. Er sehnte sich nach Vergebung, ja nach mehr, nach einer Veränderung seines ganzen Wesens.
     Da geriet er in eine Versammlung von Christen. Es beeindruckte ihn ungeheuer, als diese Christen von der Liebe Jesu sangen, die in ihnen war. Wie gern hätte er diese Liebe auch in sich verspürt. Er bekennt noch während der Versammlung dem Prediger seine Schuld. Er bittet Jesus, in sein Leben zu kommen. Da konnte er es glauben: Dieser Jesus liebt mich so sehr, daß er Mensch wurde und für meine Sünde in den Tod ging. Jesus lebte seit dieser Veranstaltung in ihm und veränderte ihn. Er erlebte, was wahrer Friede ist. Er hatte Gemeinschaft mit Gott, war sein Kind! Sein altes Ich war gestorben und ein neuer Mensch lebte nun in ihm: Jesus Christus. Er verspürte kein Bedürfnis mehr zu rauchen, er konnte sich mit seiner Familie aussöhnen, mit der er durch sein aufbrausendes Wesen im Streit gelegen hatte. Sein Leben fing an, neu zu werden.
     Ein Mensch ist hier dem lebendigen Christus begegnet. Sein Tod am Kreuz war eben nicht der Schlußpunkt seines Lebens sondern der Doppelpunkt: Jesus ist von den Toten auferstanden. Sogar seine Feinde mußten zugeben, daß das Grab leer war. Die Leiche Jesu war nicht mehr auffindbar. Deshalb verbreiteten sie ja die Lüge, Jesus sei von den Jüngern gestohlen worden.
     Doch die Anhänger Jesu verbreiteten mit unbeirrbarer Gewißheit die Botschaft: Der Herr ist wirklich auferstanden. Wir haben uns das nicht bloß eingebildet. Sondern wir haben ihn gesehen und ihn sogar berührt."
     Ohne Auferstehung gäbe es kein Christentum. Jesus war ja einen Verbrechertod gestorben. Die Jünger wären nie auf den Gedanken gekommen, den Glauben an ihn weiterzuverbreiten - und für ihn auch zu sterben. Alle Apostel, bis auf Johannes, starben für Jesus. Für eine Illusion, für eine Lüge? Nein, für den, den sie als Auferstandenen gesehen haben!
     Seitdem Jesus von den Toten auferstanden ist, hat der Tod für die seinen Schrecken verloren, die an ihn glauben. Denn auf der anderen Seite wartet ja Jesus auf sie. Diese Erfahrung ist uns, die wir noch nicht an der Todesgrenze angekommen sind, meist verborgen. Aber manchmal dürfen Menschen einen Blick in diese andere Wirklichkeit werfen, wie z. B. die sechsjährige Mary Beth. Diane Komp, Professorin für Kinderkrebs, erzählt in einem ihrer Bücher von dem Sterben dieses Kindes.
     Sie war hoffnungslos an Krebs erkrankt. Aber man sagte es ihr aufgrund ihres jungen Alters und der Wünsche ihrer Eltern nicht. Ihre Lieblingskrankenschwester hatte ihr ein rotes Samtkleid für Weihnachten gekauft, aber sie weigerte sich, das Kleid anzuziehen. Die Gründe dafür wollte sie nicht sagen.
     Dann berichtete die Mutter, daß Mary Beth ihr einen Traum erzählt habe. Jesus kam in diesem Traum zu ihr mit einem ihrer Großväter, der vor der Geburt gestorben war. Zusammen erzählten sie ihr von ihrem bevorstehenden Tod und sagten ihr, sie solle keine Angst haben. Sie erwachte mit dem Frieden und der Gewißheit, daß sie bald bei Jesus und ihrem Großvater sein würde. Mary Beth, so berichtet Diane Komp weiter, starb am Weihnachtsabend zu Hause und hatte ihr rotes Samtkleid an, als ihr kurzes Leben zum letzten mal Mittelpunkt einer Feier war.
     Jesus steht auf der anderen Seite der Todesgrenze. Das steht so felsenfest wie die Auferstehung. Jesus war tot, und ist wieder lebendig. Der Tod kann ihm nichts mehr anhaben. Und er ist auch der Herr über den Tod.
     Mit dem Tod ist nicht alles aus. Nein, das eigentliche Leben fängt erst an. Und die Schlüsselperson ist Jesus Keiner kommt an ihm vorbei. Jesus ist der Richter über die lebenden und Toten.
     Dieser Jesus hat alle Macht im Himmel und auf der Erde. Wer an ihn glaubt, der kann seine wunderbare Hilfe und seinen Schutz immer wieder erfahren.
     Ich denke an ein Erlebnis aus meinem Leben. Meine Frau und ich waren im Winter mit dem Auto unterwegs, auf der A9 Bayreuth - Nürnberg. Plötzlich fing es an schneien. Unerwarteter Wintereinbruch - mit Sommerreifen! Bald war die Fahrbahn mit Schnee bedeckt. Als es eine Steigung hinaufging, drehten die Räder durch. Ich mußte immer langsamer fahren. Ich schaltete immer weiter zurück, doch auch im ersten Gang drehten die Räder durch. Hinter mir sah ich, wie schon einige Autos wieder die Fahrbahn hinunterrutschten. Da rief ich in meiner Not nur dies eine Wort: "Jesus!" Als ob unser Auto nun von hinten angeschoben würde, schafften wir die Steigung. Es war uns ein großes Wunder, durch das Eingreifen von Jesus.
     Das garantiere ich jedem von euch: Wenn du dein Leben diesem wunderbaren Jesus Christus anvertraust, wirst du auch immer wieder sein Eingreifen erleben!
     Warum Jesus? Ich möchte es so ausdrücken: Ohne Jesus wäre das Leben furchtbar und sinnlos. Es hätte keine Zukunft. Denn kein einziger unter uns würde in der Ewigkeit bei Gott ankommen. Ohne Jesus und ohne seinen Tod am Kreuz gäbe es keine Vergebung. Unsere Sünden würden uns in Ewigkeit von Gott trennen.
     Aus den Trümmern des World Trade Centers wurden fünf Personen lebend geborgen. Die letzte war eine junge Frau. 27 Stunden lang lag sie im Dunkeln, unter einer herabgestürzten Treppe. Sie hatte schon mit ihrem Leben abgeschlossen. Da hörte sie die Geräusche der Rettungsarbeiten. Und sie machte sich auch bemerkbar. Sie streckte ihre Hand aus einer Ritze. Ein Feuerwehrmann ergriff sie und sagte zu ihr: "Wir sind da! Wir holen dich hier raus!"
     Jesus holt uns auch raus, aus aller selbstverschuldeten oder unverschuldeten Dunkelheit, aus aller Schuld. Halt ihm deine Hand hin! Und du wirst mit Gott wieder im Reinen zu sein, erfährst Vergebung und bekommst das ewige Leben.
     In allen anderen Religionen mußt du etwas tun, um zu Gott zu gelangen: Opfer, gute Werke, fromme Gebete, Spenden. Im Christentum hat Jesus alles schon für dich getan. Du brauchst ihn nur an dich heranlassen, in dein Leben hereinlassen. Dann gibt er dir seine Vergebung, seine Liebe, seinen Frieden. Er wird dein Leben verändern.
     Jesus sagte einmal: "Noch stehe ich vor der Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, bei dem werde ich einkehren." (Offenbarung 3,20)
     Tu's doch auch! Laß ihn in dein Leben hinein! Du kannst jetzt mit ihm reden, etwa so: "Ich möchte, daß du der Herr meines Lebens wirst. Vergib mir meine Schuld. Verändere du mein Leben und nimm mich auch einmal zu dir in dein Reich." Er hört dieses Gebet.
     Ich kann ich dir auch dabei helfen, wie man ein Leben mit Jesus anfängt und führt. Wenn du willst, kannst nach mich der Veranstaltung deshalb ansprechen. Ich bleibe hier vorne und du kannst zu mir kommen. Wir werden dann irgendwo ungestört in diesem Haus reden. Und natürlich wird niemand etwas von dem Inhalt dieses Gespräches erfahren.