Bayreuth, den 14.10.05
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1. Teil
"Ich suche noch und finde nicht, glaube nicht, was man verspricht". Vielleicht kommen dem einen oder anderen von euch diese Zeilen, die wir eben gehört haben, bekannt vor. Kann ja sein, dass ihr sie mit Millionen von Fernsehzuschauern am 7. März 2003 als Beitrag der christlichen Band "Beatbetrieb" für den Grand prix gehört habt. "Ich weiß nicht mehr, wer was von mir hält, wer mich beschützt in dieser Welt" nachdenkliche Worte hörte man damals aus der Kieler Ostseehalle und trafen anscheinend den Nerv der Zuhörer. Denn "Beatbetrieb" belegte damals den 2. Platz, vor dem Kanzlerimitator Elmar Brandt. Enttäuschtes Vertrauen klingt aus diesem Lied "Woran glaubst du?"
Enttäuschtes Vertrauen - das haben wir ja alle schon mal kennen gelernt. Da hat man einer Freundin ein Geheimnis anvertraut, und am nächsten Tag weiß es die ganze Klasse. Angebliche Freunde stehen gerade dann nicht zu einem, wenn man sie braucht. Wähler wurden mit Wahlversprechungen geködert, die nie gehalten wurden. Oder denken wir an den Film, den wir gesehen haben: Da hat man einer bekannten Persönlichkeit wie dem Biologielehrer Bernd-Martin L. und dem Streitschlichter Werner S. vertraut, und dann wird ihnen die Maske vom Gesicht gezogen. Und sogar mit dem so seriös wirkenden Fernsehmoderator erging es so. Er war gar nicht ehrenwert und wahrheitsliebend sondern korrupt. Wir haben in den letzten Jahren erfahren, dass man sich auf die Worte von Fußballtrainern und Schiedsrichtern nicht immer verlassen kann.
Bild: Daum und Hoyzer
Bestechlichkeit und Diebstahl kommen in allen möglichen Behörden vor. Kürzlich las ich: Sogar Angestellte von Fundbüros klauen das Geld von Portemonnaies, die man dort abgibt.
Wem kann ich vertrauen? Wem kann ich glauben? "Woran glaubst du?" Kann ich den Parteien glauben, oder den Medien, der Kirche oder dem Bundespräsidenten? Die überwältigende Mehrheit der Deutschen hat ein sehr misstrauisches Verhältnis zu Parteien und Politikern, mit Ausnahme von unserem Bundespräsidenten Horst Köhler. Das Meinungsforschungsinstitut "Allensbach" kam zu dem Ergebnis, dass 90 Prozent der Deutschen den Parteien misstrauen. Wen wundert's! Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht wieder irgendein Politikerskandal ans Tageslicht kommt. Aber auch die Medien, die solche Skandale oft genüsslich ausbreiten, schneiden bei dieser Umfrage nicht überragend ab. Etwa nur ein Drittel der Befragten bringt den Zeitungen und dem Fernsehen sehr viel oder ziemlich viel Vertrauen gegenüber. Die Mehrheit der Deutschen hat auch ein eher misstrauisches Verhältnis zu den Kirchen. 60 Prozent der Bürger haben zu ihnen wenig oder gar kein Vertrauen. Es gibt Vieles, was den Menschen an den Kirchen nicht passt: manche dunkle Punkte in der Vergangenheit zum Beispiel wie die Kreuzzüge oder Zwangsmissionierungen in der Kolonialzeit, oder auch die Moralvorstellungen der Kirche.
Nun bin ich ja als Pfarrer auch ein Vertreter der Kirche. Mag sein, dass deshalb unter euch nun auch einige sind, die dem, was ich sage, zunächst einmal kritisch gegenüberstehen. Das ist euer gutes Recht. Nur weil ich hier oben stehe, ein paar Jahre älter bin als ihr, und ein bisschen mehr Lebenserfahrung habe, habe ich nicht automatisch die Wahrheit gepachtet. Es geht im Christsein zwar um Glauben. Aber nirgends in der Bibel steht der Satz: "Du darfst nicht zweifeln!" Du darfst zweifeln. Du musst nicht alles, was hier gesagt wird, unkritisch und ungeprüft schlucken. Aber dein Zweifel muss echt sein und radikal. Auch dir selbst gegenüber. Auch deinen eigenen Zweifeln gegenüber. Denn das wäre nicht ehrlich und konsequent: Alles anzuzweifeln, die Eltern, Kirche und Staat und sich selbst nicht kritisch hinterfragen würde. Manche Menschen stellen ihren Verstand und vermeintliche Erkenntnisse der Wissenschaft auf ein Podest. Aber auch der klügste Kopf und die modernste Wissenschaft können sich irren - und können auch lügen.
Da stellt ein Vater seinen Sohn wegen einer Lüge zur Rede. "In deinem Alter habe ich nicht gelogen!" sagte er wütend. Der Sohn antwortete: "Und wann hast du damit angefangen?" Sich Irren, Lügen, die Unwahrheit sagen gehört anscheinend zum Menschsein dazu. Wer kann von sich schon sagen, dass er all dies nicht getan hat?
Es gibt nur einen, auf den du dich wirklich absolut verlassen und dem du vertrauen kannst. Das ist Jesus. Wieso er, und wieso er allein, wird jetzt mancher fragen? Weil er mehr ist ein Mensch. In seiner Person wurde Gott selber ein Mensch.
Jesus wurde lange Zeit, bevor er kam, von den Propheten des Alten Testaments vorhergesagt. Das Volk der Juden wartete jahrhundertelang auf den verheißenen Messias. Und als er endlich kam, war es erstaunlich, dass oft bis in die Einzelheiten hinein die Prophezeiungen sich erfüllten. Die erfüllten Verheißungen des Alten Testaments sind für mich ein Beweis dafür, dass die Bibel kein Märchenbuch ist sondern Gottes Wort.
Jesus konnte außergewöhnliche Taten vollbringen. Er heilte Kranke, weckte Tote auf, brachte Stürme zum Schweigen.
Seine Worte zogen tausende von Menschen an. Sie merkten wohl, dass von ihm etwas Besonderes ausging, vor allen Dingen eine ungewöhnliche Wahrheit und eine ungewöhnliche Liebe, etwas Göttliches eben. Sein Erfolg rief Neider auf den Plan. Die Religionsführer seiner Zeit wollten den unbequemen Konkurrenten beseitigen. Durch falsche Anklagen schafften sie es, dass er verhaftet und hingerichtet wurde.
Bild: Kreuzigung
Er starb am Kreuz, dem grausamen Hinrichtungsinstrument der Römer. Dieser Tod schien das Ende der beispiellosen Geschichte Jesu zu sein, noch bevor sie richtig angefangen hatte. Doch das Gegenteil war der Fall.
Bild: Auferstehung
Ein paar Tage später war er von den Toten auferstanden. Unglaublich, aber wahr. Seine Anhänger sahen ihn, sprachen mit ihm, berührten ihn. Sie hatten nun die unumstößliche Gewissheit: Jesus lebt und er ist bei uns, auch wenn wir ihn nicht mehr sehen! Diese Gewissheit setzte sie in Bewegung. Sie marschierten in die ganze damals bekannte Welt, bis nach Indien, Äthiopien und Spanien, um eine ungeheure Botschaft weiterzuverbreiten: "Dieser Jesus ist der Mensch gewordene Gott. Er ist von den Toten auferstanden, er lebt und seine Macht stößt auf keine Grenzen. Er kann ein Leben total verändern, Sünden vergeben, Krankheiten heilen, Menschen von Süchten und Abhängigkeiten befreien und ihnen nach dem Tod das ewige Leben geben." Überall, wo die Anhänger Jesu hinkamen, entstanden christliche Gemeinden.
2000 Jahre sind seitdem vergangen. Weltreiche sind in dieser Zeit gekommen und zerfallen. Philosophien, Religionen und Ideologien haben Menschen fasziniert und sind wieder in bedeutungslos geworden. Aber die Botschaft von Jesus ist bis auf den heutigen Tag unverändert geblieben. Auch heute noch möchte er in dein Leben treten, um es zu verändern.
"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!" So hat es Goethes Faust gesagt. Und so habe ich es selber immer wieder gehört. "Ich kann nicht glauben! Diese ganzen Wunder, die Jesus getan haben soll, seine Auferstehung, kann ich nicht glauben. Und überhaupt spricht doch so vieles gegen den Glauben: das Böse in der Welt, und außerdem kann man Gott nicht sehen!"
Cartoon: Misstrauen
So viel Misstrauen gegen Jesus Ist das wirklich gerechtfertigt - oder nur ein Zeichen von Schwäche? Ein Pfarrer besuchte einmal einen Mann, der so oder ähnlich redete. "Ich glaube an gar nichts." meinte er. "So", sagte er zu ihm, "Sie können an nichts glauben? Sagen Sie mal: Fahren Sie ab und zu mit der Eisenbahn?" "Ja!" war die Antwort. "Dann werden Sie doch sicher jedes Mal vorher zum Lokführer gehen und ihn auffordern: Zeigen Sie mir Ihren Führerschein!" "Nein, nein!" meinte er. "Das kann man der Bahn doch zutrauen, dass ihre Lokführer entsprechend ausgebildet sind." "Wie?" staunte der Pfarrer. "Da steigen Sie ein, ohne sich davon zu überzeugen, dass der Kerl da vorne auch fahren kann? Das nenne ich glauben, dass ich einem mein Leben anvertraue! Sagen Sie von nun an nie mehr: ,Ich glaube gar nichts!' Sondern sagen Sie: ,Ich glaube gar nichts - außer der Deutschen Bundesbahn!'" "Ja..." kam es zögerlich.
Der Pfarrer fragte weiter: "Gehen Sie auch ab und zu in die Apotheke?" "Ja", erklärt er, "Ich habe immer so Kopfschmerzen. Da hole ich mir in der Apotheke Tabletten." "Aber", sagte der Pfarrer, "Apotheker haben aus Versehen schon Gift abgegeben. Da lassen Sie die Tabletten doch vorher untersuchen?" "Nein", antwortet er, "Herr Pfarrer, so ein Apotheker, der versteht doch etwas davon, der betrügt mich doch nicht!" "Wie?" staunt der Pfarrer. "Sie schlucken das ununtersucht? Sie vertrauen dem Apotheker Ihr Leben an? Sie nehmen seine Medizin ein, einfach im Vertrauen? Das nenne ich glauben! Lieber Herr, sagen Sie nie mehr: ,Ich glaube gar nichts!', sondern sagen Sie: 'Ich glaube gar nichts - außer der Deutschen Bundesbahn und meinem Apotheker!'" Der Pfarrer stellte dem Zweifler eine Frage nach der anderen. Und es kam immer mehr heraus. Zum Schluss sagte er: "Sie glauben an alles Mögliche, bloß dem einen, dem man wirklich glauben kann, dem wollen Sie nicht glauben. Wissen Sie: Ich glaube an Jesus, der mich geliebt hat bis in den Tod. Kein Mensch hat soviel für mich getan wie Jesus. Niemand ist so vertrauenswürdig wie er. Deshalb bitte ich Sie: Vertrauen auch Sie Ihr Leben diesem Jesus an!"
Nur: Wie macht man das: an Jesus zu glauben?
2. Teil
Ich möchte die Frage von vorhin noch einmal aufgreifen: Wie macht man das: an Jesus zu glauben? Wie soll man glauben können, wenn man noch gar nicht so richtig weiß, ob das wirklich mit Jesus stimmt?
Stellen wir uns vor, jemand würde zu uns sagen: "Ich zweifle daran, ob es unseren Oberbürgermeister wirklich gibt. Ich habe ihn noch nie gesehen, und was in der Zeitung über ihn steht, könnte ja auch erfunden sein." Was würden wir dieser Person raten? Würden wir sagen: "Gib dir einfach mehr Mühe, daran zu glauben!"? Wahrscheinlich nicht. Der beste Rat für diese Person müsste etwa so lauten: "Versuch, ihm persönlich zu begegnen. Such dir Menschen, die ihn kennen, und frag sie, ob es ihn wirklich gibt und wie er so ist."
Mit Jesus ist es ganz ähnlich. Um an ihn glauben zu können, musst du zunächst versuchen, ihn kennen zu lernen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, die sich nicht einander ausschließen sondern ergänzen.
1.Möglichkeit: Lies im Neuen Testament über ihn. Wenn du keines hast: Draußen im Foyer gibt es welche billig zu kaufen. Die vier Evangelien geben dir ein ausreichendes Bild über Jesus.
2.Möglichkeit: Hör solchen Menschen zu, die Jesus kennen und von ihm erzählen. Such solche und ähnliche Veranstaltungen wie heute auf, in denen es um Jesus geht.
3.Möglichkeit: Unterhalte dich mit solchen Menschen, die von sich sagen, dass sie Jesus kennen. Frage sie, wie sie selber Jesus kennen gelernt haben. Und lass dir von ihnen Tipps geben, wie du selber ihm näher kommen kannst. Du kannst auch mich nach dieser Veranstaltung mit mir reden. Ich mach das gerne!
Und dann, früher oder später, vielleicht sogar schon heute abend, kommst du zu einem Punkt, wo du nicht mehr sagen kannst: "Ich kann nicht glauben." Irgendwann hast du das Wesentliche begriffen, worum es im Glauben an Jesus geht. Dann musst du dich entscheiden. Dann musst du sagen: "Ich will glauben!" Oder: "Ich will nicht glauben!"
Das gibt es leider immer wieder, dass Menschen sich gegen den Glauben an Jesus entscheiden. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sie die Konsequenzen scheuen. Wenn du dich mit Jesus beschäftigst, dann lernst du dich selber auch kennen. Du merkst, was in deinem Leben nicht in Ordnung ist. Was in deinem Verhältnis zu deinen Mitmenschen nicht stimmt. Vor allen Dingen fehlt es an Liebe. Und auch in deinem Verhältnis zu Gott stimmt es nicht. Er ist nicht der Mittelpunkt deines Lebens, der er eigentlich sein sollte.
Jesus will dir nun Vergebung und einen Neuanfang schenken. Du darfst seine Liebe annehmen, und er wird auch dein Leben verändern.
Hoffentlich sagst du nicht: Das will ich gar nicht. Ich will nicht anders werden. Ich will so bleiben, wie ich bin. Das kannst du natürlich machen. Aber dann musst du auch die Konsequenzen tragen und einmal in der Ewigkeit vor Gott alleine für dein Leben gerade stehen, ohne Jesus und ohne seine Vergebung. Ich könnte das nicht und wollte das auch nicht.
Ich hoffe vielmehr, dass alle, wirklich alle hier in diesem Raum, an diesen Jesus Christus glauben wollen. Warum? Weil ich selber immer wieder erfahren habe, dass dieser Glaube stimmt. Ich kann wirklich nicht sagen, dass mich dieser Glaube jemals einmal enttäuscht hätte. Und ich weiß, viele in diesem Saal und viele Millionen Christen könnten das Gleiche wie ich sagen.
Ich denke an folgende Geschichte, die sich im Ruhrgebiet vor 80 Jahren so zugetragen hat:
Ein Redner trat in einer großen Versammlung auf und behauptete in einer langen Rede, dass es keinen Gott geben könne. Als er nach zwei Stunden fertig war, wurde Gelegenheit zur Diskussion gegeben. Da stand eine alte Oma auf, marschierte nach vorne und sagte: "Herr Redner, jetzt haben Sie zwei Stunden lang von Ihrem Unglauben gesprochen. Lassen Sie mich jetzt 5 Minuten von meinem Glauben sprechen." Und da erzählte Sie, wie Gott ihr zwar viel in ihrem Leben zugemutet, aber sie nie im Stich gelassen hatte. Sie zählte auf, wo und wie ihr Glaube an Jesus ihr geholfen hatte. Dann fragte sie den Redner: "Und jetzt frage ich Sie, Herr Redner: Was hat Ihr Unglaube für Sie getan?" Unendliche Verlegenheit des Redners: Er konnte ihr keine Antwort geben!
Jesus lebt und kann von denen erfahren werden, die ihm vertrauen. Es ist nicht immer leicht, an ihn zu glauben. Du musst trotzdem manches Schwere durchmachen. Du hast nicht immer ein leichtes Leben, wenn du an Jesus glaubst. Aber du hast immer einen, an den du dich in den schwierigsten und aussichtslosesten Lagen wenden kannst.
Jesus kann Dinge bewegen, schwierige Situationen ändern, und er kann auch verkorkste Menschen zurechtbringen. Ich denke da an eine Geschichte, die sich im März dieses Jahres in Atlanta in den USA zugetragen hat.
Bilder: Brian Nicols und Ashley Smith
Ein mutmaßlicher Vergewaltiger bricht aus dem Gerichtsgebäude aus und bringt dabei vier Menschen um. Unterwegs nimmt er eine Geisel, eine Witwe, die ihn in ihre Wohnung nehmen muss. Diese Frau ist Christin. Sie liest ihm aus einem Buch eines amerikanischen Pfarrers vor, in dem steht, dass Gott will, dass man anderen Menschen hilft und ihnen Gutes tut. Das tat sie nun auch. Sie machte dem Verbrecher ein gutes Frühstück und setzte es ihm vor. Überwältigt von der Liebe dieser Frau stellt er sich der Polizei. Ja noch viel mehr wurde er ein Christ, ein anderer Mensch.
Wo geglaubt wird, da geschehen immer wieder Eingreifen Gottes, da bleibt nicht alles beim Alten sondern es ändern sich scheinbar hoffnungslose Lagen. Und auch Menschen, die ein Leben ohne Gott geführt haben ja sogar Verbrecher waren, können durch Gottes Kraft wie umgewandelt werden.
Wieso sollte dies nicht auch in deinem Leben möglich sein, in welcher Schwierigkeit du auch steckst? Vielleicht denkst du immer noch: "Ich schaffe es nicht, zu glauben, dass Gott mir in meiner Lage helfen wird!" Dann tu doch das, was ein Vater machte, der zu Jesus kam und ihn bat, ihm zu helfen - "wenn du kannst!" fügte er hinzu. "Was heißt hier ,Wenn du kannst'? fragte Jesus. "Wer Gott vertraut, dem ist alles möglich." "Ich vertraue ihm ja" sagte der Mann, "und kann es doch nicht! Hilf mir vertrauen!"
Bei diesem Mann herrschte wie bei vielen von uns ein Durcheinander von Glauben und Unglauben, aus Vertrauen und Zweifel. Wieviel Glauben hatte er wohl? Wahrscheinlich sehr wenig, - aber genug, um zu Jesus zu kommen, genug, damit er ihm helfen konnte. Wenn du nur glauben willst, reicht das aus. Den Rest macht Jesus. So einfach ist das. Mach es dir nicht selber schwierig!
Ein Mann erzählt: "Ein paar Wochen vor seinem Tod rief mein Schwiegervater bei uns an. Er telefonierte lange mit meiner Frau und sagte ihr: "Ihr hattet recht." Verdutzt fragte meine Frau: "Womit?" Er erklärte: "Ich habe all die Jahre so oft mit Gott gehadert, habe über ihn diskutiert mit euch, habe die Bibel zerpflückt, habe mit euch gestritten, habe mit modernen Theologen argumentiert, wie man das alles verstehen soll . . . Ich habe so oft intellektuelle Zerquetschungen vorgenommen. Das war ja auch alles richtig und schön. Aber ihr hattet recht: Wir können einfach nur staunen und glauben, dass Jesus unser Heiland und Herr ist. Dann wird alles gut. Es ist so einfach! - An Jesus glauben. Mehr ist nicht nötig."
Ich glaube, dieser Schwiegervater war ein großer Mann. Denn er hatte einen großen Glauben, so wie ihn kleine Kinder haben. "Es ist alles so einfach! - An Jesus glauben. Mehr ist nicht nötig." Wer nach diesen einfachen Worten lebt, dessen Leben wird gelingen. Und dessen Leben wird auch ein gutes Ende nehmen. Ganz sicher.
© 2005 by Dieter Opitz