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1. Teil
Bilder: Jedi-Ritter, Herr der Ringe, Spiderman
In den modernen Fantasy-Filmen oder Sciencefictions wimmelt es nur so von Storys, in denen das Unmögliche möglich wird. Aber spätestens wenn der Fernseher ausgeschaltet oder der Kinosaal verlassen ist, wird dem Zuschauer wieder bewusst: Das alles sind nur Märchen. In Wirklichkeit gibt es keine Jedi-Ritter mit Laserschwertern, keinen Ring, der seinem Träger die Weltherrschaft garantiert oder keine Männer, die wie Spinnen klettern können. Die Realität sieht ganz anders aus. Da wachsen einem keine magischen Kräfte zu, wenn man über einer Schulaufgabe schwitzt. Da fällt einem kein atemberaubend gut aussehender Traumprinz um den Hals. Da kann ich nicht meine Probleme mit einem Laserschwert lösen.
Bilder: Henry Maske, Johnny Depp
Natürlich schreibt auch das Leben unmögliche Geschichten. Da wagt ein ehemaliger Boxweltmeister wie Henry Maske nach 10 Jahren ein Comeback - und gewinnt den Kampf! Da kommt jemand wie Johnny Depp über Gelegenheitsjobs zum Film und wird zum Weltstar. Doch diese Beispiele kommen sehr selten vor.
Bilder: Pickel, Mädchen
Das Leben zeigt uns vielmehr oftmals brutal unsere Grenzen auf. Wenn einer einen schlechten Notendurchschnitt hat, dann kann er eben in der Regel nicht Medizin studieren. Der schüchterne Junge mit dem Pickelgesicht wird höchstwahrscheinlich keine Karriere als Fernsehmoderator oder Filmstar machen. Das etwas pummelige Mädchen braucht sich gar nicht erst bei der Modelschule bewerben.
Bilder weg
So ist die Realität. Da kann man sich natürlich fragen: Was soll denn dieses Thema des heutigen Abends "Nichts ist unmöglich - Gott"? Diesen Spruch verbinden wir mit dem Werbeslogan einer bekannten Automarke. Jeder gewiefte Fernsehzuschauer weiß, dass auch für einen japanischen Autobauer nicht alles möglich ist. Es handelt sich um eine übliche Übertreibung aus der Werbung.
Diesen Webeslogan haben übrigens nicht wir geklaut. Sondern den hat jene Autofirma geklaut. Er steht fast wortwörtlich in der Bibel, sogar mehrfach. Und immer in Verbindung mit Gott. Das Urheberrecht für den Satz "Nichts ist unmöglich" hat die Bibel, genauer gesagt, der Gott der Bibel. Ihm ist wirklich nichts unmöglich. Das ist meine tiefste Überzeugung. Sonst würde ich hier nicht stehen.
"Stopp! Widerspruch! Wenn deinem Gott wirklich nichts unmöglich ist, warum lässt er soviel Schlimmes in der Welt zu?" denkt vielleicht jetzt mancher unter euch. Diese Frage spricht nicht gegen Gott, sondern gegen das Bild, dass viele Menschen sich von Gott gemacht haben. In der Bibel lesen wir:
Einblenden: "Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind auch meine Wege viel höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken." Jesaja 55,8
Text wieder ausblenden
Gott hat offensichtlich ganz andere Vorstellungen von dieser Welt und wie sie funktionieren soll, als wir. So hat er Menschen geschaffen, die in der Lage sind, Böses zu tun. Das Allermeiste Böse in dieser Welt haben ja Menschen getan, nicht Gott. Menschen haben KZs gebaut, foltern ihresgleichen bestialisch, bringen sich gegenseitig um. Gott lässt es zu, warum? Offensichtlich deshalb, weil er keine Roboter schaffen wollte, die auf Knopfdruck seine Befehle ausführen. Würde so eine Welt dir wirklich besser gefallen? Es wäre ja eine Welt, in der es keine Menschen geben würde, also auch dich und mich nicht.
Eine englische Zeitung forderte einmal ihre Leser auf, Briefe an sie zum Thema "Was ist in unserer Welt nicht in Ordnung?" zu schreiben. Vielleicht kamen sehr tief schürfende Briefe zurück. Vielleicht haben auch manche Leser Gott angeklagt. Der bemerkenswerteste allerdings und kürzeste kam von dem englischen Dichter Chesterton: Sein Brief lautete:
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich!
Mit freundlichen Grüßen Chesterton
Hat er nicht recht? Was in der Welt nicht in Ordnung ist, das ist nicht Gott, sondern sind die Menschen, und dazu gehören auch du und ich.
Gott lässt das Böse zu, weil er dich nicht zwingen will, das Gute das tun. Liebe zwingt nicht, auch die Liebe Gottes nicht. Sondern sie lässt los, lässt den Menschen los, lässt ihn auch falsche Wege gehen, auch wenn Gott zutiefst darunter leidet, auch wenn es ihm das Herz zerreißt.
Der Gott der Bibel lässt sich nicht durch deinen Verstand in den Griff kriegen. Das wäre ein langweiliger und kleiner Gott. Er ist anders. Er ist einfallsreich und kreativ. Sein Handeln regt immer wieder zum Staunen an. Mit einem Satz ausgedrückt: Nichts ist ihm unmöglich.
Bild: Universum
Die Bibel wimmelt von Geschichten, in denen das Unmögliche möglich wird. Schon auf den ersten Seiten wird uns etwas erzählt, was ganz und gar phantastisch klingt aber trotzdem wahr ist. Aus dem Nichts hat Gott ein ganzes Universum geschaffen. Die moderne Wissenschaft hat diesen Glaubenssatz der Bibel übrigens eher bestätigt als widerlegt. Noch vor 50 Jahren war die überwiegende Anzahl der Wissenschaftler der Meinung, dass das Weltall nie geschaffen wurde sondern ewig sei.
Bild: Urknall
Im Jahr 1965 entdeckten zwei Forscher die so genannte "Hintergrundstrahlung", ein starker Beweis für die Urknall-Theorie. Die besagt, dass zu Beginn das ganze Universum in einem kleinen, dichten Punkt konzentriert war, der sich dann zu unserem Weltall ausdehnte. Seitdem gibt es keinen ernst zu nehmenden Wissenschaftler, der nicht davon spricht, dass unser Universum irgendwann einmal "geboren" wurde. Kannst du dir das vorstellen : Unser Weltall war vor vielleicht 16 Milliarden Jahren ein winzig kleiner Punkt, kleiner als ein Stecknadelkopf und dehnte sich dann explosionsartig aus? Mein Vorstellungsvermögen übersteigt es jedenfalls. Was für eine Macht muss es sein, die diese Explosion ausgelöst hat. Was für ein Gott hat dies getan! Ein überaus kreativer und einfallsreicher Gott muss das sein.
Bild weg
Er kann auch dir helfen. Er spricht einen Satz ganz bestimmt nicht zu dir: "Da kann man nichts machen!" Für ihn gibt es keine hoffnungslosen Lagen. Auch in deinem Leben nicht. Allerdings muss ein jeder von uns wissen: Auch Gott hat seine Grenzen.
Ein Pfarrer stellte gewöhnlich seinen Konfirmanden im Unterricht die Frage: "Kann Gott alles?" Fast alle meldeten sich bei dieser Frage und sagten etwa: "Natürlich! Er ist doch Gott!" Dann fragte er weiter: "Seid ihr euch da ganz sicher? Könnt ihr euch etwas denken, das Gott nicht kann?" Nach einigem Überlegen dämmerte es doch dem einen oder anderen, worauf der Pfarrer hinauswollte: Gott kann nichts Schlechtes tun. Und Gott kann auch nichts tun, was für dich schlecht wäre, auch wenn du denkst, es sei gut für dich. Du meinst vielleicht: Gott könnte doch viel für mich tun. Er könnte es, sicher, aber nur dann, wenn es für dich gut ist. Gott könnte dich ab heute lauter Einser schreiben lassen. Er könnte dich einen Nobelpreis, einen Oskar und dazu noch eine Million Euro im Lotto gewinnen lassen. Aber wäre es gut für dich?
Bild: Spiegel
Was ist denn gut für dich? Was tut dir gut? Das ist sicherlich für jeden verschieden. Aber eines tut sicherlich jedem von uns gut: Wenn jemand uns gut ist, wenn er es gut mit uns meint, mit einem Wort gesagt: Wenn er uns liebt. Und genau das gibt dir Gott, seine Liebe. Wenn du das nächste Mal in den Spiegel schaust, dann denke daran, dass dich da nicht irgendjemand anschaut, sondern jemand, den Gott liebt, sogar sehr liebt. Wenn Gott einen Kühlschrank hätte, dann würden Zeichnungen von dir dran hängen. Wenn er einen Terminkalender hätte, dann würde ein Foto von dir drin stecken.
Bild weg
Schöne poetische Worte, mag jetzt einer sagen. Aber was nützen sie mir? Wenn ein Mensch mich liebt, dann drückt er mich, dann schaut er mich freundlich an, dann tut er, was nur geht, um mir zu helfen. Aber wie ist das mit Gott? Ich sehe ihn ja nicht einmal. Wie kann ich ihn spüren? Wie kann ich merken, dass er mich liebt?
Genau das weiß Gott auch. Er weiß, wie Liebe funktioniert. Er hat sie ja selbst erfunden. Seine Liebe kannst du tatsächlich auch spüren. Dazu will er dir ganz nahe kommen. Unmöglich? Eben nicht!
2. Teil
Bild: Verkündigung Maria
Gott hat sich sogar etwas ganz Phantastisches einfallen lassen, damit er dir nahe kommt. Auf so eine verrückte Idee wäre keiner von uns gekommen, aber Gott ist darauf gekommen. Ein unberührtes Mädchen, vielleicht vierzehn oder fünfzehn Jahre alt, wird schwanger. In ihrem Leib wächst etwas Göttliches heran, der Sohn Gottes. "Unmöglich!" sagst du vielleicht. So hat auch Maria, so hieß dieses Mädchen, reagiert. Aber in dieser Geschichte, die die Bibel erzählt, heißt es zu dem Einwand der Maria nur knapp: "Für Gott ist nichts unmöglich."
Bild: Geburt Jesu
Neun Monate später geschah tatsächlich dieses Wunder: Gott wurde Mensch und liegt in einer Futterkrippe im Stall von Bethlehem. Die Ewigkeit verbindet sich mit der Vergänglichkeit, der Himmel mit der Erde. Gott sieht nicht nur, dass die Menschen seine Liebe brauchen, er schickt sie auch. Genauer gesagt: Er schickt sich selber. Für alle Schwierigkeiten, in die ein Mensch hineingeraten kann, gibt es nun einen Helfer. Sein Name ist Programm. Jesus heißt er, auf deutsch: Der Herr hilft.
Bild: Krankenheilung
Dieser Jesus, so erzählt die Bibel, hat Kranke geheilt, Tote auferweckt, mit ein wenig Brot und ein paar Fischen 5000 Menschen satt gemacht, mit ein paar Sätzen aus Zweiflern Glaubende gemacht. Die allermeisten von euch haben diese Geschichten im Religionsunterricht gehört. Vielleicht hält sie mancher von euch für Märchengeschichten. Vielleicht hat man euch sogar im Religionsunterricht erzählt, dass diese Geschichten so nicht passiert sind, weil sie angeblich nicht passieren können.
Bild weg
Einer jungen Frau erging es so, der Schriftstellerin Käte Brandt. Später konnte sie doch glauben. Sie schreibt: "Für mich waren früher die Wundergeschichten die Barriere zum Glauben. Mein kluger Religionslehrer hatte mir beigebracht, dass es doch sehr primitiv und unwissenschaftlich sei, an Wunder zu glauben. Da ich klug und modern sein wollte, 'brauchte' ich eben nicht zu glauben. Wenn ich ehrlich war, merkte ich: Ich wollte gar nicht glauben. Nicht glauben können hat also zu tun mit nicht glauben wollen?!"
Dann schildert sie ihren Weg, wie sie zum Glauben fand. Gott selber machte sich bei ihr bemerkbar. Schön war das nicht. Schuld, die sie auf sich geladen hatte, fiel ihr ein. Immer, wenn sie wie ein Stück Holz aus dem Wasser auftauchte, drückte sie sie herunter ins Unbewusste. Aber das nervte sie. Sie musste die Sache loswerden.
Sie vertraute sich einem Menschen an. Zum Glück schob er die Sache nicht auf ein psychologisches Geleise ab, bis der schwarze Peter bei ihren Eltern lag. Er machte es ihr leicht, einmal alles herauszulassen und bot ihr zu ihrem Staunen an, alles in einem Gebet Gott zu bekennen, auch wenn sie eigentlich gar nicht an ihn glaubte. "Gott hat dir durch Jesus vergeben", sagte er ihr. Und ihr Gewissen wurde frei. Ihre Schuld verschwand wie Schnee an der Sonne. Was für ein Wunder: Geschehenes wird ungeschehen! Dagegen waren doch die biblischen Wunder nur ein Klacks! Die alten Argumente hatten wirklich ausgedient.
Ich wünsche auch jedem unter uns den Weg vom "Ich kann nicht glauben" zum ehrlichen "Ich will nicht glauben" und zu der befreienden Erfahrung: Ich darf glauben an den, der größer ist als ich.
Ein Riesenwunder: Vergebung. Wenn Gott Schuld vergibt, dann heißt das ja: Deine Vergangenheit ist ausgelöscht, wie nie geschehen. Und es heißt noch mehr: Gott kommt in den Leben hinein. Unvorstellbar: Gott kann sich jeden Platz des Universums aussuchen, um dort zu wohnen. Und er will gerade in deinem Herzen wohnen.
Bild: Vergebung
Für viele, die Vergebung erfahren haben, war dies ein wunderbar befreiendes Erlebnis. Zentnerlasten fielen von ihnen. Sie konnten befreit aufatmen, sich an Gott und seiner Liebe freuen. Wenn Gott so etwas Unmögliches fertig bringt, und er kann es auch bei dir fertig bringen, wieso sollen ihm dann die Wunder der Bibel nicht auch möglich sein?
Übrigens: Wer Vergebung erfahren will, kann mich gerne fragen, wie dieses Wunder auch in seinem Leben geschehen kann. Komm einfach nach dieser Veranstaltung auf mich zu, sprich mich an und stelle mir deine Fragen. Und ich will versuchen, sie dir zu beantworten.
Bild weg
Wer das Wunder der Vergebung erfahren hat, der wird in der Regel auch noch andere Wunder erfahren, Dinge, die er vorher nicht für möglich gehalten hat. Wer Gott sein Leben anvertraut, der hat es ja mit einem zu tun, dem nichts unmöglich ist.
Du magst selber in deinem Leben in Situationen hineingeraten, in denen du nicht mehr weiterweißt. Das können Probleme in der Schule sein oder im Beruf oder im Umgang mit anderen Menschen oder mit deiner eigenen Person. Du denkst: Da kann mir keiner helfen. Es ist alles hoffnungslos. Das ist nicht wahr. Gott kann dir helfen. Auch in den ausweglosesten Lagen kann er Auswege finden. Wo unsere Vernunft nicht mehr ein und aus sieht, da weiß er schon, wie's weitergeht.
Auf einem Feigenbaum, so erzählt eine indische Fabel, wohnten zwei Tauben. Eines Tages sagte die eine: "Ach, nun ist unsere letzte Stunde gekommen! Siehst du dort unten den Schützen mit Bogen und Pfeil? Er zielt schon nach uns. Und über uns kreist der blutrünstige Falke, um sich auf uns zu stürzen. Wir sind verloren!" "Warum machst du dir solche Sorgen?" erwiderte die andere Taube. "Wenn Gott uns gnädig ist, werden berghohe Nöte klein wie Strohhälmchen." - In diesem Augenblick biss eine Schlange den Schützen in die Ferse. Verwirrt drückte er ab, und der Pfeil durchbohrte den Falken. Die Tauben aber flogen fröhlich davon.
Es können in deinem Leben Dinge passieren, die du nie für möglich gehalten hättest. Ich zum Beispiel hätte es als Jugendlicher nicht für möglich gehalten, dass ich einmal wie heute vor hunderten von Menschen einen Vortrag über die Wunder Gottes halte, ohne dass meine Knie vor Angst schlottern und meine Stimme zittert. Dazu war ich viel zu schüchtern. Aber Gott wollte es. Er wollte es, das ich Pfarrer werde und nicht auf meine Möglichkeiten sehe sondern auf seine.
Bild: Buchhaltung
Das Wort "unmöglich" und "hoffnungslos" gibt es für Gott nicht.
Ich denke an einen Freund von mir. Er hat kürzlich etwas Wunderbares erlebt. Und er hat mir erlaubt, dass ich es euch erzähle: Er musste eine wichtige Stunde vorbereiten, eine so genannte Lehrprobe, bei der hinten einige Prüfer sitzen und dann dem Lehrer eine Note geben. Als Schüler habt ihr sicher schon mal so eine Situation miterlebt und vielleicht nur ahnen können, wie euer Lehrer innerlich bibberte. Mein Freund bekam ein Thema gestellt, das ihm gar nicht lag: Buchhaltung. Und wovor er am meisten Angst hatte: Dass er in seiner Vorbereitung einen rechnerischen Fehler hatte. Dann wäre er nämlich durchgefallen. Er bat mich, dass ich für ihn betete. Das tat ich auch und machte ihm auch sonst Mut zu glauben, dass Gott ihm hilft.
Die für ihn gefürchtete Stunde kam. Er stand an der Tafel, schrieb seine Buchungen hin. Da merkte er: Genau das, was er vermeiden wollte, war ihm passiert. Er hatte in seiner Vorbereitung einen rechnerischen Fehler gemacht. Der stand nun sichtbar für die Prüfer an der Tafel. Eigentlich durchgefallen. Doch nun wurde mein Freund - für ihn unerklärlich - ganz ruhig und kaltblütig. Ganz offen sagte er, dass die Schüler nun etwas falsch gebucht hätten. Das kann passieren. Was kann man da machen? Nun kam ein gutes Unterrichtsgespräch zustande. Und mein Freund erklärte, was man bei Fehlbuchungen machen kann. Die Prüfer waren begeistert und gaben ihm eine ungewöhnlich gute Note. Denn sie dachten: Wahrscheinlich hat er die Fehlbuchung extra gemacht! So kann Gott das machen: Sogar aus Fehlern macht er etwas Gutes.
Möchtest du auch solche oder ähnliche Dinge erleben? Dann bitte ich dich: Hab nur ein wenig Vertrauen, dass Gott dir beisteht. Wer zweifelt, erlebt in der Regel nichts mit Gott. Aber wer ihm und seiner Macht vertraut, der wird immer wieder überrascht werden, wozu Gott in seinem Leben fähig ist.
Der Glaube an den allmächtigen Gott kann eigentlich Unmögliches erleben.
Bild: Bärenraupe
Der Glaubende kommt ans Ziel, auch wenn die Chance gleich Null ist, so wie die Chance einer Raupe über die Straße zu kommen. In einem Gedicht beschreibt Rudolf Otto Wiemer, wie eine Bärenraupe dies versucht:
Keine Chance. Sechs Meter Asphalt./ Zwanzig Autos in einer Minute!/ Fünf Laster. Ein Schlepper. Ein Pferdefuhrwerk./
Die Raupe weiß nichts von Autos./ Sie weiß nicht, wie breit der Asphalt ist./ Weiß nichts von Fußgängern, Radfahrern, Mopeds./
Die Bärenraupe weiß nur, dass jenseits/ Grün wächst. Herrliches Grün, vermutlich fressbar./ Sie hat Lust auf Grün. Man müsste hinüber./
Keine Chance. Sechs Meter Asphalt./ Sie geht los. Geht los auf Stummelfüßen./ Zwanzig Autos in der Minute/
Geht los ohne Hast. Ohne Furcht. Ohne Taktik./ Fünf Laster. Ein Schlepper. Ein Pferdefuhrwerk./ Geht los und geht und geht - und kommt an.
So ist der Glaubende. Er geht ohne Hast, ohne Furcht, ohne Taktik und kommt an.
Bild weg
Die Wunder der Bibel geschehen heute noch. Auch heute noch werden Kranke gesund, weil sie gebetet und geglaubt haben. Auch heute noch wenden sich in dieser Stadt junge Menschen dem Glauben an Jesus zu, auch heute noch werden Menschen frei von der Macht des Alkohols und fangen an, mit Jesus zu leben. Heute noch tragen Menschen ein schweres Schicksal und brechen nicht an der Last ihres Lebens zusammen sondern werden getragen durch den Glauben.
All das mag nicht spektakulär aussehen. Aber es ist doch etwas Großes, wenn Menschen aussteigen aus der Sucht nach Geltung, Genuss und Geld und ihr Leben auf Jesus bauen, - heute noch!
Unmögliches mit Gott erleben, das darf nicht nur ein Glaubenspezialist, einer, der besonders fromm ist. Sondern Unmögliches mit Gott erleben, das darfst auch du, wer du auch bist. Gott erwartet von dir nur, dass du ihm ein wenig vertraust. Auch du darfst in deinem Leben das grundlegende Wunder der Vergebung erfahren und dann viele, viele andere Dinge erleben, die du vorher nicht für möglich gehalten hast. So habe ich es erlebt, so haben es viele andere erlebt, und so darfst es auch erleben.