"Will kein Niemand sein" -

Ansprache zum Jugendevent "Good News about Jesus"

vom 23.10.2009

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1. Teil

Bild: Loser

Klar, eine Null, ein Niemand, ein „Nobody“ möchte keiner sein. Es sehnt sich keiner danach, verachtet, schief angesehen, herablassend behandelt zu werden, - so wie Hans-Günter in dem Stück. Wir alle freuen uns darüber, wenn wir Anerkennung erfahren, - wie der Mädchenschwarm Justin, die Klaviervirtuosin Luise oder die Sängerin Stefanie.

Als Junge in der 4. Klasse lief ich einmal die beste Zeit im 50-Meter-Lauf. Auf diese Leitung war ich selbstverständlich sehr stolz. In der 8. Klasse schrieb ich einmal den besten Hausaufsatz. Ist natürlich ein schönes Gefühl, wenn man vom Lehrer gebeten wird, bestimmte Passagen vorzulesen.

Bild: Sportlich, gute Noten, gut aussehen

Sportlich erfolgreich sein, stärkt das Selbstbewusstsein eines Kindes oder eines Jugendlichen. Ebenso kann es einem auch mit guten Noten gehen. Klar, in einem bestimmten Alter ist es vielen Schülern egal, ob sie gute Noten haben. Hauptsache durchkommen. Aber dann wollen sie von andern Menschen als vom Lehrer anerkannt sein: von der Clique, in der man ist. Jungen wollen Mädchen beeindrucken wie durch coole Sprüche oder imponierende Leistungen, und Mädchen lieben es, wenn Jungen sie bewundernd ansehen. Deshalb bemühen sie sich, möglichst gut auszusehen.

Bild: Schüchtern

Auch die Schüchternen, die Unscheinbaren, die Mauerblümchen sehnen sich nach Anerkennung, vielleicht sogar mehr als andere. Durch ihr schüchternes, angepasstes Verhalten wollen sie ja gerade vermeiden, dass sie anecken, sich lächerlich machen, unangenehm auffallen. Aber auf diese Weise übersieht man sie häufig und sie sind in der Rangordnung meist weit hinten. Höchstens Mami und Papi loben ihre braven Kinder. Dabei würden sie oft liebend gern mehr auffallen und trauen sich nur nicht.

Bild Hackordnung

In jeder Gruppe, Gemeinschaft und in unserer ganzen Gesellschaft gibt es die, die vorne stehen, die die „Pole Position“ haben. Sie haben es geschafft. Sie sind „Jemand“, die man beachtet und bewundert. Dann gibt es die große Masse der Mittelmäßigen und Mitläufer, die oft versuchen, sich im Glanz der „Stars“ zu sonnen. Und dann gibt es noch die „Loser“, die irgendwie am Rande stehen. Als Kinder und Jugendliche sind es oft die weniger Hübschen, die Unsportlichen, die schlechten Schüler, die Stillen oder die Verhaltensauffälligen und Aggressiven. Und als Erwachsene sind es die, die es in Beruf und Gesellschaft zu nichts gebracht haben. Natürlich können sich auch gesellschaftliche „Loser“ zu Randgruppen sammeln. Da herrschen auch die gleichen Gesetze wie anderswo. Auch eine Straßengang oder die Insassen in einem Gefängnis haben eine strenge Rangordnung.

Bild: Superman, Germany’ s next Topmodel

Überall gibt es das Streben nach Anerkennung. Und die meisten schaffen es ja auch irgendwie ihren Status gefunden zu haben, wo sie von den anderen akzeptiert sind. Alles in Ordnung, möchte man meinen. Aber so einfach ist es nicht. Es ist alles in Ordnung, solange die Leistung, die mir eine entsprechende Position eingebracht hat, passt. Aber wer ist schon immer wie „Superman“? Wer sieht schon immer aus wie „Germany’s next Topmodel“? Irgendwo, irgendwie und irgendwann zeigt auch der stärkste Mann Schwächen, bekommt auch die schönste Fassade ihre Kratzer. Manches entpuppt sich auch als Angeberei wie bei dem Fußballhelden Oliver in unserem Stück oder wie bei Justin, der angeblich solange ausbleiben darf wie er will. Und vor diesem Zeitpunkt der Enttarnung oder der Schwäche hat man Angst. Und dann sind natürlich auch noch andere, die einem seine Position neiden.

Als ich als 10jähriger auf 50 Meter so schnell unterwegs war, da konnte es der, der sonst der Schnellste in der Klasse war, kaum glauben. Ich musste noch einmal im direkten Duell gegen ihn antreten. Ergebnis: Wir waren beide gleich schnell. Aber beim Ballwerfen hatte ich keine Chance. Da war ich eine absolute Niete.

Bild: Ei

Auch als 14jähriger gab es Leute in meiner Klasse, die mir den guten Aufsatz nicht gönnten. Und ich war nun vom Ehrgeiz gepackt, immer solche Superaufsätze zu schreiben. Aber schon der nächste war nicht mehr so gut.

Es gibt eine häufige Methode, um von seinen schwachen Seiten abzulenken: große Töne spucken. So hinter manchem nach außen zur Schau getragenen Imponiergehabe steckt die pure Angst, dass man seine Position verliert, dass man in der Rangordnung absackt. Ich meine, viele „coole“ Jungen oder Mädchen haben das Selbstwertgefühl von einem Ei. Ein Ei hat ein geringes Selbstwertgefühl. Von außen betrachtet, sieht es selbstsicher aus: ganz glatt und ohne Macken. Aber das Ei ist sehr verletzlich, weil seine Schale so dünn ist. Das, was unter der Schale ist, das Selbstwertgefühl, ist bestimmt nicht stark.

„Eier“ sehen verschieden aus. Das eine versteckt seine Unsicherheit immer unter teurer, schicker Markenkleidung. Das andere lenkt davon ab, wie unsicher es selber ist, indem es andere niedermacht.

Seine „Pole Position“ muss man also immer wieder unter Beweis stellen. Und was ist, wenn man es nicht mehr bringt? Bin ich dann weniger wert? Oder bin ich dann ein „Niemand“, der nur noch Spott und Häme verdient oder bestenfalls Mitleid?

Bild: Falco

Ich denke an Falco. Er schafft, was vor ihm mit einem deutschsprachigen Song niemand geschafft hat. Mit dem Superhit „Rock me Amadeus“ setzt er sich an die Spitze der US-Hitparade. Die Plattenfirma feiert mit Champagner. Nur Falco ist traurig. „So was werde ich nie mehr schaffen.“ sagt er.

Er hatte recht. Nach ein paar verrückten Jahren kam der Absturz. Manche halten so einen Absturz nicht aus. Ich denke da an einen sehr erfolgreichen Industriellen. Er baute über Jahrzehnte ein Firmenimperium auf. Doch durch Fehlspekulationen verlor er sein ganzes Vermögen. Er nahm sich das Leben.

Für mich stellt sich die Frage: Kann ich mein Selbstwertgefühl auf meine Position aufbauen? Bin ich so viel wert, wie ich leiste?

Bild: Britney Spears

Von Britney Spears stammt das Lied „She’s a Star.“ Es handelt von dem Hollywood-Star „Lucky“, auf deutsch „glücklich“. Jeder findet sie toll. Aber „Lucky“ ist deshalb nicht glücklich. Sie hat das Gefühl, dass keiner sie wirklich kennt, dass man nur einem Idol zujubelt, aber nicht ihr selbst. Und wenn der „Glamour“ von dem Idol nicht mehr so strahlt, dann will man von ihm auch nichts mehr wissen. So musste es Britney Spears ein paar Jahre später – zumindest eine Zeit lang – selbst erleben.

Bild: die fromme Helene

Die „Pole Position“ kann es übrigens auch in frommen Kreisen geben. Dann zählt eben Bibelwissen, Frömmigkeit, Einsatz für die Kirchengemeinde, Bravsein. Und einer, der sich im Glanz seiner frommen Leistung sonnt, muss auch aufpassen, dass er seine Position nicht verliert und dass niemand merkt, wie es vielleicht hinter der frommen Fassade aussieht, dass da auch ein unsicherer und oftmals sehr ehrgeiziger und egoistischer Mensch steckt.

Wer sein Leben auf seine eigene Leistung gründen will, der baut letzten Endes auf Sand. Das Streben nach Erfolg bringt dir keine Ruhe. So ein Leben ist ja immer irgendwie von anderen Menschen gesteuert. Wer bestimmt denn, wer ein „Niemand“ oder ein „Jemand“ ist? Doch der Beifall von irgendwelchen Menschen, deren Wohlwollen mir aus irgendwelchen Gründen etwas bedeutet. Manchmal investiert man sogar viel Kraft und Zeit, um Menschen zu imponieren, die man eigentlich gar nicht mag. Man strengt sich unendlich an, um bei Menschen etwas zu gelten, um etwas wert zu sein, um kein Niemand zu sein.

2. Teil

Ich will dir jetzt von jemand erzählen, für den du kein „Niemand“ bist. Der schätzt dich auch nach Abzug deiner Stärken. Der steht zu dir, auch wenn du durch Prüfungen gefallen bist oder das Klassenziel nicht erreicht hast. Der mag dich, auch wenn er hinter deiner netten Fassade einen manchmal sehr unangenehmen Menschen entdeckt. Der nimmt dich an, so wie du bist, einfach als Mensch und nicht als Träger von bestimmten Eigenschaften oder Funktionen. Ich spreche von Jesus.

Schön und gut, magst du vielleicht sagen. Was nützen mir solche Sätze wie: „Jesus liebt mich, er nimmt mich an, so wie ich bin.“? Sind das nicht nur fromme Worte, die für mein Leben keine Bedeutung haben?

Nein, Jesus ist mehr als eine gewöhnliche Person, die irgendwann gelebt hat und dann wieder gestorben ist. Sondern er ist der Sohn Gottes, der heute noch in das Leben eines Menschen treten kann. Du kannst ihn nicht sehen, du kannst ihn nicht berühren. Aber du kannst mit ihm reden, also beten. Und er kann auch mit dir reden. Dies kann geschehen, wenn du seine Worte in der Bibel liest oder wenn auch ein ganz normaler Mensch wie ich heute abend von ihm redet.

Bild Kriss Akabusi

Ich denke daran, wie der farbige Brite Kriss Akabusi Jesus in seinem Leben begegnete. Er war ein erfolgreicher 400 Meter Hürdenläufer. Seine Karriere wurde durch eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1984 und eine Bronzemedaille acht Jahre später gekrönt. Außerdem war er Europameister und mit der britischen Staffel Weltmeister. Trotz seines Erfolges wurde er mehr und mehr unzufrieden. Er dachte, er hätte alles. Doch nichts befriedigte ihn wirklich. Er lebte sein Leben in eigener Regie: Ich, ich, ich. Nimm, nimm, nimm. Er sagte: „ich war ein Gefangener meiner eigenen Begierden. Ich suchte nach irgendetwas, aber ich wusste nicht wonach.“

Später fiel ihm ein Neues Testament in moderner Übersetzung in die Hände. Er las es ganz durch, denn er war wie ein ausgetrockneter Schwamm. Bald danach fand er die Beziehung zu Gott, nach der er so lange gesucht hatte. Eines Nachts war es ihm, als ob ihm eine Stimme zurufen würde: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ Es ist ein Wort von Jesus, das so in der Bibel steht. Kriss bat nach diesem Wort Jesus , ihm seine Sünden zu vergeben und in sein Leben zu kommen.

Nach diesem Gebet überkam ihn ein erstaunlicher Friede. Er hatte den Eindruck, wie neu geboren zu sein und dass seine Schuld vergeben war. Nach diesem Erlebnis war sein Leben nicht komplett anders. Aber Kriss wusste von nun an, dass Jesus in sein Leben getreten war und er mit ihm es führen konnte.

Stell dir vor, das wäre wirklich wahr: Du kannst mit Gott in eine ganz persönliche Beziehung treten, durch Jesus. Dann bist du nicht irgendjemand, irgendeine Nummer im Massenbetrieb der Menschheit, jemand, der nicht nur von Menschen anerkannt ist wegen deiner Leistungen oder Fähigkeiten, sondern jemand, der zu Gott gehört. Wenn du an Jesus glaubst, dann stehst du zu Gott in einer ganz besonderen Beziehung. Die Bibel drückt es so aus: Dann bist du ein Kind Gottes.

Bild: Schloss

Ich will Euch dazu ein Märchen erzählen:

Da ist ein kleiner Junge. Er lebt in einem Waisenhaus. Seine Eltern kennt er nicht. „Voll-Waise“ - so steht es in seinen Papieren. Ein absoluter „Niemand“.

Auf einem hohen Berg gegenüber dem Waisenhaus sieht das Kind Tag für Tag ein wunderschönes Schloss. Oft träumt der Junge davon, in diesem Schloss zu wohnen. Er wäre so gern ein Königskind, auf das ein reiches Erbe wartet. Aber das ist natürlich nur ein Traum.

Da taucht eines Tages ein Fremder im Waisenhaus auf. Er kommt auf das Kind zu, sieht es freundlich an, gibt ihm die Hand, so, als kennen sie sich schon lange. „Du hast ab heute ein neues Zuhause“, sagt der Fremde. Das Kind versteht nicht. „Du bist kein Waisenkind mehr.“ Das Kind begreift immer noch nicht. „Siehst du das Schloss dort drüben auf dem Berg?“, fragt der Fremde. Das Kind nickt. „Das ist dein neues Zuhause. Ich wohne dort. Und du darfst jetzt auch dort wohnen. Ich bin der König und habe dich erwählt, mit mir zu leben. Du bist kein Waisenkind mehr. Du bist ab heute mein Kind, ein Königskind. Magst du?“

Das Kind traut seinen Ohren nicht. Er ein Königskind? Sein Traum soll Wirklichkeit werden?

Nur ein Märchen? Zunächst ja, und trotzdem eine wahre Geschichte. Jeder Mensch kann vom „Niemand“ zum „Jemand“ werden, von einem Menschen, der Gott nicht kennt zu einem Kind Gottes. Gott lädt ein, sein Kind zu werden: „Willst du?“

Nicht jeder nimmt diese Einladung an. Es sind die, die denken: „Ich hab doch schon alles. Ich bin glücklich und zufrieden, habe Freunde, Familie, Anerkennung, Spaß, in der Schule, im Studium, im Beruf läuft es so einigermaßen rund. Ich bin doch kein ‚Looser’, kein ‚Niemand’. Mich muss Gott nicht erst selbstbewusst machen. Das bin ich schon.“

Drum geht es auch gar nicht. Gott ist nicht nur für die Außenseiter, die Mauerblümchen, die Deprimierten, für die, die ihr Leben nicht meistern, da. Er ist auch für die Starken, die Selbstbewussten, für die Erfolgreichen und die ganz normalen Durchschnittstypen da. Auch die will er haben. Die braucht er auch. Und sie brauchen ihn auch.

3. Teil

Bild römischer Centurio

Die Bibel erzählt einmal von einem sehr erfolgreichen Mann. Er hatte es zu etwas gebracht. Er war Offizier bei der römischen Armee. Ein Auslandseinsatz brachte ihn nach Kapernaum in Israel. Dort war er sehr geachtet. Er spendete einen beträchtlichen Teil seines Vermögens für den Neubau einer jüdischen Synagoge. „Ein feiner Kerl.“ So sagten sicher die Bewohner von Kapernaum von diesem Offizier.

Sein Diener wurde schwerkrank. Der Offizier kümmerte sich rührend um diesen jungen Mann. Er tat alles, wirklich alles, damit er wieder gesund werden konnte. Seine Untergebenen sagten sicher bewundernd: „Das ist ein toller Vorgesetzter. Solche wie ihn müsste es mehr geben.“

Wenn also einer etwas wert war in der Stadt Kapernaum, dann diese Persönlichkeit. Doch der denkt ganz anders von sich. Er war nämlich zu Jesus gelaufen, um die letzte Chance für seinen Diener zu nutzen. Nun steht er vor ihm, der Mächtige vor dem Ohnmächtigen, der angesehene Römer vor dem unbedeutenden Juden. Aber in diesem Augenblick sagt der Uniformierte nicht: „Ich bin kein Niemand! Ich bin ein erfolgreicher Offizier der besten Armee der Welt.“ Er deutet nicht auf die Leute, die ihn anhimmeln und hochjubeln und sagt: „Ich bin eine wertvolle Persönlichkeit!“ Er zeigt nicht auf die Synagoge, die das Stadtbild beherrscht und sagt: „Diesen Bau hat die Stadt mir zu verdanken!“ Sondern er sagt: „Ich bin’s nicht wert.“ Der Mann weist keine Leistung vor. Er hält keine Trümpfe in der Hand. Er zeigt nicht demonstrativ seine Schokoladenseiten.

So wie diesem Offizier erging es vielen, die Jesus begegneten: Die eigenen Leistungen werden null und nichtig. Wer sich an Jesus misst, an seiner Liebe und seinen Taten, der weiß, dass sein Leben nur von Selbstsucht durchzogen ist. Vor diesem Herrn ist selbst der größte Star eine Null.

Zu dieser Erkenntnis müssen wir wie jener römische Offizier alle kommen: Ich bin vor Gott nichts wert. Ich bin vor ihm ein Nichts. Was vor Menschen so imposant aussieht, zählt bei Gott nichts. Denn mein Leben dreht sich letzten Endes nur um mich selbst.

„Ich bin’s nicht wert!“ Mit diesen Worten wendet sich also der römische Offizier an Jesus und bittet ihn um Hilfe. Jesus staunt. „So einen großen Glauben habe ich bisher nicht gefunden.“ sagt er. Nur wer klein von sich denkt, ist nicht weit von dem Glauben, den Jesus groß nennt. Denn nur er kann von ihm, dem Sohn Gottes, alles erwarten. Und er wird ihm auch alles, was er für dieses und das ewige Leben braucht, geben. So durfte es auch der römische Offizier von Kapernaum erleben: Sein Diener wurde von Jesus geheilt.

Ich möchte euch Mut zu dieser Einstellung machen, wie sie jener römische Offizier hatte.. Es gehört Mut dazu, sich wie er als Bettler zu sehen, der keinen Anspruch auf die Hilfe Gottes hat. Es gehört ebenfalls Mut dazu, sich von Jesus auch Großes zu erwarten.

Habt den Mut dieses Mannes. Weicht nicht euch selber aus. Gebt euch vor Gott, wie ihr seid. Seid radikal ehrlich. Macht Jesus nichts vor. Und weicht ihm auch nicht aus. Heute Abend, in den Worten, die ich euch sage, läuft er euch direkt über den Weg. Ihr müsst schon viele Haken schlagen, um an ihm vorbeizukommen. Viel einfacher ist es, sich alles, was man braucht, von ihm schenken zu lassen, vor allen Dingen die Vergebung seiner Sünden. Das darf heute ein jeder von uns tun!

An Jesus glauben, das darf ein jeder von euch, so wie jener römische Offizier. Er traut es Jesus zu, dass er seinen Diener heilt, wenn er nur ein Wort spricht, wenn er nur sagt: "Dein Diener ist gesund."

Er ist ein Soldat, und er weiß, da gibt's welche, die befehlen, so wie er, und da gibt's welche, die müssen gehorchen, wie seine Untergebenen. Er war ja ein römischer Centurio, dem etwa hundert Soldaten gehorchen mussten. Wenn er sagte: Jetzt marschieren wir die ganze Nacht durch,  dann mussten die das machen. Oder wenn er sagte: Morgen früh greifen wir den Feind an, dann mussten sie auch gehorchen. So ist das eben beim Militär.

Und so muss es bei diesem Jesus auch sein, denkt er. Der ist ja noch mächtiger als ich, der kann sogar Kranke heilen. Das kann ich nicht. Wenn der also zu der Krankheit sagt: Verschwinde! Dann muss die gehorchen. Dann muss die wirklich verschwinden. Ganz einfache Sache.

Alles muss Jesus gehorchen: Menschen, vor denen du Angst hast, deine Krankheit, deine Zukunft, auch deine Sünde und Schuld, unter der du vielleicht leidest. Jesus ist viel mächtiger. Wenn du das glaubst, dann hast du nicht den geringsten Grund, unter Minderwertigkeitsgefühlen zu leiden. Dann kannst du vielmehr stolz darauf sein, den auf deiner Seite zu haben, der wirklich alle Macht im Himmel und auf der Erde hat.

Bild weg

Von dem darfst du auch viel erwarten. Sollst du sogar. Denn er möchte dir in deinem Leben helfen, beistehen, dir auch durch sein Wort Wege zeigen, die du in deinem Leben gehen kannst, dich auch korrigieren und zu einer Persönlichkeit von Format machen. Mit ihm soll dein Leben nicht klein und mickrig sondern groß werden. Deshalb darfst du auch von ihm Großes erwarten. Eine großen Gott darfst du um Großes bitten, nicht nur um Kleines.

Es gibt ein gängiges Klischee von Christsein, das sieht etwa so aus: Christen sind langweilige, unscheinbare Typen. Die müssen immer brav sein und haben nichts vom Leben. Aber das ist nicht wahr. Genau das Gegenteil stimmt.

Wer glaubt, der hat mehr vom Leben. Er kann mit Jesus Dinge erleben, die er vorher nicht für möglich gehalten hat. - Morgen Abend werden wir übrigens dazu mehr hören. – Ich kann sogar das Leben besser genießen. Denn ich muss nicht verbissen nach Erfolg streben und dass mein Image passt und mein Geldbeutel voll ist. Ich muss nicht dauernd Angst habe, dass ich was verpasse und dass irgendwann doch alles zu Ende ist. Sondern ich darf ja alles als ein Geschenk Gottes betrachten, wie schöne Tage im Urlaub, Freunde, Familie, Erfolg im Beruf.

Bild Eric Lidell

Diese neue Haltung kann man an dem Schicksal von Eric Lidell klarmachen. Er war ein Spitzensportler, der Favorit im 100-Meter-Lauf bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris. Doch er weigert sich, bei einem Vorlauf zu starten, weil der an einem Sonntag stattfand. Das mache ich nicht, sagte er, der Sonntag ist mir heilig. Weil Lidell nun fehlte, kam die große Chance seines Teamkollegen Abrahams. Dieser hatte verbissen auf den Olympiasieg hin trainiert und schafft ihn. Aber danach ist er merkwürdig traurig und deprimiert. Er hat sein Ziel erreicht. Aber was nun?

Lidell darf nun im 400-Meter-Lauf starten. Just for Fun. Denn die 400 Meter ist er vorher noch nie gelaufen. So legt er nun auch los, mit dem Tempo eines 100-Meter-Läufers – und hält das Tempo durch! Ergebnis: Olympiasieg in Weltrekordzeit! Er kann sich wie ein Kind über seinen Triumph freuen und genießen. Denn der Erfolg war ihm nicht das Wichtigste. Er hat noch andere Ziele. Er möchte Missionar werden.

So hast du, wenn du an Jesus glaubst ein viel reicheres Leben als ohne ihn, nicht so kleinkariert, nicht ein Leben, dass sich nur um das eigene, kleine Ich dreht, sondern ein Leben mit einem viel größeren Horizont, in dem auch andere vorkommen, in dem die Wirklichkeit Gottes der Mittelpunkt ist und ein ewiges Leben dein Ziel.

Zu so einem Leben lade ich dich ein. Und wenn du willst, kannst du gerne von mir nach dieser Veranstaltung mehr darüber wissen. Du kannst mich oder auch die mit einem Button gekennzeichneten Mitarbeiter gerne nach dem Abend ansprechen.

© 2009 Dieter Opitz